Konfiguration Speicher
Archive müssen, wenn sie produktiv sind, einen Speicher haben. Das heißt, Sie müssen noch keinen Speicher anlegen, solange die Archive noch im Testmodus sind. Sie legen Speicher über dieselbe Schaltfläche + Neu an wie alle anderen Datensätze in dieser Maske. Die Erstellmaske sieht folgendermaßen aus:
Die Felder haben folgende Bedeutung:
- Name
Pflichtfeld. Länge 255 Zeichen, alle Unicode-Zeichen erlaubt.
- Beschreibung
Info. Freitextfeld.
- Hash prüfen
In den Dokumenten enthaltene Hashwerte werden überprüft. Wenn Hashwerte nicht stimmen, wird das im Ereignisprotokoll angezeigt. .. note:: Es dauert länger, Dokumente aus dem Speicher zu holen, weil jedes Mal auf Hashwerte überprüft wird.
Ablageort
- Beschreibung
Die Beschreibung für den Ablageort wird mit storage_x vorbelegt, wobei x mit jedem neuen Ablageort hochgezählt wird.
- Typ
Im Gegensatz zum Ablageort Dateibaum (ehemals filetree genannt) speichert der Typ Container die Dokumente und Metadaten der Vorgänge nicht in einzelnen Dateien ab, sondern fasst die neu hinzugekommenen Dokumente gemeinsam in größere Container-Dateien zusammen. Diese Vorgehensweise hat folgende Vorteile:
Dateibasierte Backup-Programme sind bei sehr vielen kleinen Dateien oft langsam, sodass auch inkrementelle Backups sehr lange dauern können. Da die Container-Dateien von der Anzahl deutlich weniger und dazu auch noch unveränderlich sind, werden effiziente Backups deutlich vereinfacht.
Sofern keine Verschlüsselung gewünscht ist, können die archivierten Daten komprimiert werden.
Container-Speicher haben eine bessere Unterstützung für WORMs.
Die Daten werden im data-Unterverzeichnis containers zunächst gesammelt und dann regelmäßig nach konfigurierbaren Regeln in das im Ablageort konfigurierte Verzeichnis zusammengefügt. Ab diesem Zeitpunkt werden die einzelnen Containerdateien nicht mehr verändert, sodass sie auch auf einem WORM abgespeichert werden können.
- Speicherort
Der Name des Ablageorts wird mit storage_x vorbelegt, wobei x mit jedem neuen Ablageort hochgezählt wird. Das Verzeichnis wird unterhalb von
\\data\storagesabgelegt.- Priorität
Da ein Speicher verschiedene Speicherorte haben kann, werden diese in einer Reihenfolge durchsucht, die hier angegeben werden kann. Die mit der höheren Nummer werden zuerst durchsucht.
- Datenverarbeitung
Für die Datenverarbeitung kann entweder nichts, eine Komprimierung oder eine Verschlüsselung eingestellt werden. Beides kann nicht kombiniert werden, da verschlüsselte Daten nicht komprimiert werden können.
- Containerintervall
Das Zusammenfügen der Containerdateien wird entweder in regelmäßigen Zeitabständen gemacht oder sobald sich eine gewisse Größe an Daten angesammelt hat, je nachdem was zuerst erreicht wird:
Das Zeitintervall (Containerintervall) wird in Stunden angegeben, erlaubt sind Werte zwischen 1 und 24.
- Max. Containergröße
Die maximale Containergröße wird in MB angegeben, erlaubt sind Werte zwischen 1 und 1024. Die tatsächliche Größe der erzeugten Container kann bei Verwendung von Komprimierung kleiner sein als die eingestellte maximale Containergröße, da hier die Größe der nicht komprimierten Daten beachtet wird.
- WORM
Wenn die endgültige Ablage auf einem WORM-Storage geschehen soll, können Sie hier einen Haken setzen.
Ablageorte
Bemerkung
Die Ablageorte in der Cloud-Version unterscheiden sich von den hier genannten.
Ein Speicher kann mehrere Ablageorte haben, die nach Erstellung des Speichers in folgender Maske angelegt werden:
In jedem Ablageort sind alle Daten enthalten, so dass eine höhere Datensicherheit erreicht wird. So kann ein Archiv sowohl auf einer lokalen Festplatte als auch auf einem Netzlaufwerk abgelegt werden; beide haben den gleichen Datenbestand.
Wenn in einem Speicher mehrere Ablageorte konfiguriert sind, werden sämtliche Daten in allen Ablageorten parallel abgespeichert, beispielsweise um durch Redundanz eine höhere Datensicherheit zu gewährleisten.
Wenn ein neuer Ablageort hinzugefügt wird, werden alle bereits bestehenden Daten dort hineinkopiert. Während dieser Kopiervorgang läuft, kann der Ablageort nicht verändert werden.
Die Schaltflächen über der Liste funktionieren wie in Datensätze bearbeiten beschrieben, zusätzlich gibt es die Schaltfläche Ablösen. Sie bedeutet folgendes: Wenn ein Ablageort nicht mehr benutzt werden soll, kann er durch einen anderen abgelöst werden. Dabei wird der alte Ablageort als schreibgeschützt markiert und neue Daten werden von dem Zeitpunkt an ausschließlich in dem hinzugefügten Ablageort gespeichert. Der abgelöste Speicherort ist dann nicht mehr in der Liste direkt zu sehen, sondern nur, wenn man die Zeile mit dem ablösenden Speicherort doppelt klickt oder mit Bearbeiten den Bearbeitungsdialog öffnet.
Auf diese Weise kann man ein Archiv über mehrere verbundene oder verkettete Ablageorte führen, indem man z. B. einen Ablageort ablöst, wenn dieser voll ist.
Der Status der Ablageorte wird immer als „In Benutzung“ angezeigt, nur während der Migration von Daten von einem Ablageort in den anderen wird hier „wird migriert…“ mit einer Prozentzahl als Fortschritt angezeigt.
Ein Ablageort kann gelöscht werden, wenn es entweder noch mindestens einen weiteren Ablageort gibt (die Redundanz wird verringert) oder es noch kein Produktivarchiv gibt, das diesem Speicher zugewiesen ist (d.h. der Ablageort leer ist). Wenn mindestens eine Migration stattfindet, darf während dieser Zeit kein Ablageort gelöscht werden. Abgelöste Speicher werden als Gruppe betrachtet, d.h. wenn ein Ablageort aus dem Datengitter abgelöste Ablageorte enthält, werden diese gemeinsam mit ihm gelöscht. Diese Regeln sichern zu, dass es in einem Speicher zu jedem Zeitpunkt immer mindestens eine vollständige Kopie aller Daten gibt.
Speicher können erst gelöscht werden, wenn die zugehörigen Ablageorte gelöscht wurden.